Fatima, 1. bis 4. Juli 2010 – knapp 120 Kilometer nördlich von Lissabon liegt der kleine Wallfahrtsort Fatima. Tausende Vespisti trafen sich hier zu den Vespa World Days 2010. Vier Tage war Fatima Dreh- und Angelpunkt der Vespa Fangemeinde, die sich zu Ehren der einzigartigen Zweirad-Legende auf ihren weiten Weg nach Portugal gemacht hatten. Strahlende und lachende Gesichter wohin man schaute. Freunde trafen sich wieder und neue Freundschaften wurden geschlossen. Legendäre Vespa-Klassiker, neueste Modelle und einzigartige Umbauten standen bunt gemischt Seite an Seite. Dazwischen ihre Fahrer, fröhlich und glücklich dabei zu sein. Teilweise noch erschöpft von ihrer langen Reise. Jeder für sich ein Individualist. Die Vespa: das Alle verbindende Hobby – ihre gemeinsame große Liebe. Sechs Jahre der Jüngste, 78 Jahre war der älteste Teilnehmer. Man muss es erlebt haben, um es wirklich zu verstehen. Bereits am Donnerstag trafen die ersten Fans zur offiziellen Eröffnungsfeier der Vespa World Days 2010 in Fatima ein. Freitag ging es dann Schlag auf Schlag. Schwärme von Vespa, mit Kennzeichen aus ganz Europa, bevölkerten mit ihrem sympathischen Knattern die Straßen in und um Fatima. Perfekt organisiert vom portugiesischen Vespa Importeur, dem Vespa Club Fatima und dem Vespa World Club, standen gemeinsame Ausfahrten zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Region auf dem Programm. „Zweirad und Kultur“, eine eher seltene Kombination - im Kreise der Vespisti völlig normal. Auffällig die vielen Vespa und dennoch unauffällig, mischte man unter die anderen Touristen und Einheimischen. Bestaunt und manchmal beneidet für die Freiheit, die sie genossen und für die Freude, die sie ausstrahlten. 
Bis spät in der Nacht trafen die letzten Teilnehmer ein. Im „OFFICINA PIAGGIO“ herrschte zeitweise Hochbetrieb. Hatte der eine oder andere Klassiker die Strapazen der langen Anreise doch nicht ganz ohne Wehwehchen überstanden. Aber es waren alles nur Kleinigkeiten. Die erfahrenen Piaggio Mechaniker, extra aus Pontedera angereist, hatten alles im Griff. Liebevoll und mit viel Erfahrung nahmen sie die Patienten unter ihre Fittiche. Ein paar Minuten später liefen sie wieder, so wie am ersten Tag, einsatzbereit für das große Vespa-Korso am nächsten Morgen. Am Samstag 9.00 Uhr war es soweit: „Ladies and Gentlemen - Please start your Engines!“ Noch lag leichter Nebel in der Luft, der sich mit einer Wolke von 2-Takt-Duft mischte. Erinnerungen an vergangene Zeiten, an die Epoche des Aufbruchs wurden wach. Gefühle der Freiheit. Erinnerungen an die Jugend. Vespa für Vespa setzt sich langsam in Bewegung. Geschmückt mit Fahnen und Bannern, mit denen sie ihre Zugehörigkeit zu den Vespa-Clubs ihres Landes zeigten. 
Hupen, Winken und lauter strahlende Gesichter begleiteten den Tross der zahllosen Vespa, der langsam Fahrt aufnahm. Kilometerlang zog sich die Kolonne der bunten Roller hin. Gelassen wartet der übrige Verkehr, dass die Straße wieder freigegeben wurde. Die Menschen standen am Straßenrand winkten und jubelten den Vespisti zu, freuen sich mit ihnen. Eine Gruppe hinter uns sang immer wieder den Song von Domenico Modugno - „Volare nel dipinto di blu“ - und brachte so ihre Freude zum Ausdruck. Es waren Kilometer, Stunden voller Emotionen. Die Tour führte zunächst nach Bathala, über Nazaré weiter nach Alcobaca. Dann ging es langsam zurück nach Fatima. Wer Lust hatte, warf beim Zwischenstopp in Bathala und Alcobaca einen Blick in die grandiosen Klosterkirchen. Ein spanisches Vespa-Team gönnte sich zwischendurch zur Feier des Tages ein Glas Rotwein. Wir beließen es beim Espresso und genossen den Blick auf die Szenerie der Vespa und ihrer glücklichen Besitzer. Am Abend lagen beeindruckende 105 Kilometer Fahrstrecke hinter uns. Nicht nur die Strecke war beeindruckend. Die Menschen, ihre Roller, die Stimmung und die Art miteinander umzugehen. Es war für Alle ein Erlebnis dabei gewesen zu sein. Keine Frage: Fatima war für alle Teilnehmer und Besucher eine Reise wert. Pünktlich zum Gala-Dinner, im riesigen Festzelt des Vespa Village, waren sie alle zurück in Fatima. Da standen sie wieder, die geliebten Vespa, in Reih und Glied und ließen sich bewundern. Und zum Dinner hatte sich so mancher Vespisti nochmal extra herausgeputzt. 
Im Zelt: tolle Stimmung. Kommunikation kannte keine Sprachbarrieren. Vespa Trophy 2010 – Siegerehrung – die drei Jungs vom Vespa Club Vespan e Salame“ aus San Damiano D’Asti hatten auf über 2.000 Kilometern die meisten PIAGGO Händler besucht und Punkte gesammelt. Gemeinsam mit den übrigen Teilnehmern freuten sich riesig über ihren Sieg. Spät in der Nacht wurde die Vespa-Akrobatik Show präsentiert, anschließend Party-Time bis in die frühen Morgenstunden. Sonntag: Frühstück im Vespa Village. Gemeinsame Fahrt zur Messe in die berühmte Kirche von Santuário de Fatima mit Segnung der Vespas und der Teilnehmer. Anschließend zurück ins Vespa Village. Dort bildete das Konzert der portugiesischen Folk-Gruppe „Rancho Folclórico da Casa do Povo de Fátima“ den musikalischen Abschluss einer rundum gelungenen Veranstaltung. Dann hieß es Abschied nehmen. Nicht ohne das Versprechen sich im kommenden Jahr wiederzusehen: bei den Vespa World Days 2011 in Oslo. Ende Mai 2011 werden dann tausende Vespisti die norwegische Hauptstadt erobern und dort all ihren Charme verbreiten. Auch dort werden wir wieder strahlende Gesichter sehen und begeisterte Menschen erleben. Schon bald gibt es erste Informationen zu den Vespa World Days 2011. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. Schauen Sie gelegentlich unter: www.vespaworldclub.com – dort finden Sie auch weitere interessante Themen rund um die Vespa. 
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